KOOPERATIONSPROJEKTE

Professionelle internationale, interkulturelle Kooperationsprojekte bilden den zweiten Baustein von BRIDGEWORKS. Hierfür vernetzt der lokale Verein interessierte Kunstschaffende mit internationalen Kontakten, Gruppen oder Kollektiven um als Partner, Schirmherr oder Co-Produzent künstlerische internationale Kooperationsprojekte zu realisieren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem interkulturellen Aspekt im künstlerischen Resultat.

BRIDGEWORKS tritt hierbei insbesondere durch Beratung bei Antragstellungen bzw. Fundraising und durch Vernetzung in Form vom Zugang zu der Künstlerdatenbank des Vereins auf.

Darüber hinaus kann BRIDGEWORKS entscheiden ob die Organisation als Produzierend oder Kooperierend auftritt und somit gegebenenfalls materielle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stellt.

Bisherige Projekte:

 

 2016-17 Ghana: The Trial

„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Zwar beginnt auch mit diesem vertrauten Satz die Inszenierung von Regisseur Simon Eifeler. In der rasanten, verrückten und in dieser Form noch nie dagewesenen Adaption allerdings agiert der Process als fruchtbare Begegnung – sowohl im Inhalt, als auch in der Form. Eine Konfrontation mit dem Fremden in einer Zeit wachsender Ängste und Resentements gegenüber dem und – vor allen Dingen – den „Fremden“ in unserem Land.

Der Regisseur Simon Eifeler inszenierte den Process im Sommer 2016 im ghanaischen Accra mit drei lokalen Schauspielern. Fasziniert und inspiriert von der Kraft des Fremden als Quell schöpferischer Kraft und Vielfalt verwirklichte er den Process nach seiner Reise noch einmal in Düsseldorf mit drei deutschen Schauspielern, um nun diese beiden Versionen von Kafkas Roman in einer interkontinentalen Inszenierung aufeinanderprallen zu lassen. Es spielen die ghanaischen und deutsche Schauspieler mit-, gegen- und füreinander. Ein fulminanter Mash-Up zweier Kulturen, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten.

Last-but-not-least ist es ein Austausch zwischen Ghana und Deutschland; zwischen Accra, der Hauptstadt des NRW-Partnerlandes und der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Trailer – YOUTUBE

Es spielen: Felix Banholzer // Yibor Kojo Yibor // Marius Bechen
Dr. So // Lars Evers // Jeneral Nta Tia

Regie: Simon Eifeler // Assistenz: Melih Celik

Kostüme: Uta Materne

Projektleitung: Dennis Palmen

Premiere Düsseldorf/Deutschland: Fr. 18. November 2016
Premiere Accra/Ghana: So. 19. Februar 2017

 2017 Mosambik: Blackbird

Weihnachten in der Großstadt. In einem abgewohnten Apartment leben Baylis und Fröschchen in Dreck und Armut, mit Drogen und Krankheit. Der verzweifelten Situation, in der sich die beiden physisch, fnanziell und all ihren Lebensumständen nach befnden, begegnen sie mit Sprachwitz, Phantasie und einer niemals artikulierten, aber umso stärker spürbaren, selbstlosen und großen Liebe.

Das fred – Freies Ensemble Düsseldorf inszeniert „Blackbird“ in Kooperation mit der Associação Cultural Warethwa aus Mosambik
als interkulturelle Annährung an eine universelle Situation durch Theater, Tanz, Musik und Installation.
Die Produktion ist in englischer Sprache inszeniert und wird durch deutsche, portugiesische, changana und chopi Textpassagen ergänzt.

Mit: Marisa Bimbo und Christian Beppo Peters
Regie: Simon Eifeler · Choreografe: Marie-Lena Kaiser
Musik: Matchume Zango· Bühne/Kostüm: Isabell Ziegler

Deutschlandpremiere:
14. 12. 2017 // 20:00 Uhr // Theaterfabrik Düsseldorf
Weitere Aufführungen:
15.12.2017 // 20:00 Uhr // Theaterfabrik Düsseldorf
16.12.2017 // 20:00 Uhr // Theaterfabrik Düsseldorf
18.12.2017 // 21:00 Uhr // Café Eden // Junges Schauspielhaus