Language

bridgeworks
vernetzt Kunst- und Kulturschaffende und realisiert weltweit interkulturelle Projekte für Theater, Tanz und Musik.

bridgeworks vernetzt Kunst- und Kulturschaffende und realisiert weltweit interkulturelle Projekte für Theater, Tanz und Musik.

IMG_8071

art laboratory 2018 Kampala, Uganda

Unser Pilot art laboratory in Kampala, Uganda hat vom 11.02.2018 – 25.02.2018 stattgefunden und war ein voller Erfolg.

Ein kurzen Überblick der Fakten:

  • Über einen Zeittraum von 2 Wochen konnten wir 12 ugandischen und leider nur 9 deutschen Teilnehmenden ermöglichen dem art lab beizuwohnen. Die Teilnahme war komplett kostenfrei. Darüber hinaus konnten wir ein kleines Tagesgeld bezahlen, so dass die Ausgaben auf Teilnehmerseite minimalst waren.
  • Die einzelnen Departments Musik, Tanz und Theater wurden von den deutsch-ugandischen Falicitator-Tandems betreut.
  • Wir konnten das Ergebnis des art laboratory, die Produktion „Shades“ 3 Mal in Kampala vor ca. 500 Menschen präsentieren.
  • Das ganze Projekt wurde von Patrick Waldmann professionell mit der Kamera dokumentiert.
  • Das Musik-Department konnte über den Zeitraum insgesamt sechs Lieder erarbeiten, komponieren und aufnehmen.

Zusammenfassung des Ablaufs:

Alle deutschen Facilitators und das Team konnten einige Tage früher nach Kampala anreisen, um sich mit den ugandischen Partnern zu treffen und das art laboratory zu nochmal durchzuplanen. Die ugandische Seite war für das Thema zuständig. Somit wurden die deutschen Facilitators über „Womanhood“ und die 3 Subthemen „Entebbe Killings“, Momdads“ und „drug abuse in the art scene“ mit viel Geduld und Wissen eingearbeitet. Es wurde inhaltlich diskutiert, Herangehensweisen erörtert und detaillierte Abläufe erstellt. Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Themas in den beiden Kulturkontexten wurden Herausgearbeitet und kontovers besprochen. Am Ende wurde ein genauer Ablaufplan der nächsten beiden Wochen und die benannten Ziele des Vorhabens schriftlich festgehalten.

Am Sonntag reisten die deutschen Teilnehmenden an und am Montag Morgen wurde das art laboratory offiziell eröffnet.

1. Woche

Die erste Woche verbrachten wir mit der Generierung von Inhalten. Die Teilnehmenden erarbeiteten einzelne Monologe die uns als Grundlage für den Rest der Woche dienten. Ausgehend von dieser Basis wurden Choreographien, Musikstücke und im Theater-Department längere Monologe zum Thema erarbeitet.

Auf der Seite der Teilnehmenden war die Stimmung sehr gut, die Energie war beeindruckend und der kreative Output sehr hoch.

Am Ende der ersten Woche hatten sich gelungene Arbeitsbeziehungen und Freundschaften etabliert.

Samstag Abend und Sonntag waren frei. Einige deutsche und ugandische Teilnehmende und Facilitators machten sich auf den Weg nach Jinja, einige besuchten die Quelle des Nils. Andere blieben über das Wochenende in Kampala oder machten eine Kurz-Safari.

2. Woche

Die zweite Woche wurde dazu genutzt die geschaffenen Solo-Szenen zu verfeinern und erste Gruppen-Szenen zu erproben. Die einzelnen Elemente wurden thematisch in Reihenfolge geordnet und verdichtete sich so mehr zu mehr zu einer Aufführung.

Am Freitag Abend präsentierten wir Ausschnitte des Stückes auf dem Dach des Goethe-Zentrums. Als Teil der platform talking heads erörterten wir unsere Herangehensweise, stellten bridgeworks als Organisation vor und Diskutierten mit dem Publikum kontrovers über Woomanhood in Uganda und interkulturelle Arbeitsweisen. Es waren ca. 80 Personen im Publikum. Am Samstag Abend fand die Premiere in „Theatre La Bonita“ statt, einem alten, runtergekommen aber chamanten Kinosaal mit einer sehr eigenwilligen Beleuchtungstechnik. Die Premiere lief sehr gut und wurde von ca. 300 Personen gesehen. Am Sonntag Nachmittag fand eine Aufführung für alle Altersschichten in einer leicht verkürzten Version in der „Sharing Youth Hall“ vor ca. 150 Personen.

Anschließend wurde das art laboratory offiziell beendet.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass an der Realisierung unseres Pilot-Projekts insgesamt 45 Menschen beteiligt waren, ohne die es einfach nicht gegangen wäre. Ob auf, hinter, neben der Bühne, vor den Computern oder bei Vereinstreffen, bei Meetings und Krisengesprächen, bei Regen (Deutschland) und bei Sonnenschein (Uganda).

Kurz: Wir haben es geschafft und somit an dieser Stelle, an uns, an euch, an alle: Vielen Dank!

Dokumentation art camp Kampala 2018